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Praxis-Beispiele > Wettbewerb Klima Kommunal 2010 > Klimaplan Stadtentwicklung – Göttingen


Klimaplan Stadtentwicklung – Göttingen

 

Daten

Kommune: Stadt Göttingen
Einwohner: 129.250
Größe: 117 km2
Projektstatus: in Durchführung befindliche und geplante Maßnahmen
Umsetzungszeitraum: 2009 - 2020



Projektbeschreibung

Im KlimaPlanStadtentwicklung werden die zentralen klimarelevanten Themenfeldern der Stadtentwicklung mit der Flächennutzung, dem Mobilitätsmanagement, der Siedlungsplanung und der Klimafolgenanpassung behandelt. Er soll als Teil des ganzheitlichen, gesamtstädtischen Kommunalen Klimaschutzkonzeptes weiterentwickelt werden.
 
Die Stadt Göttingen hat sich mit dem Leitbild 2020 und dem neu aufzustellenden Flächennutzungsplan (Aufstellungsbeschluss 12/2010) zum Ziel gesetzt auch Grundlagen unter der Fragestellung des Klimaschutzes und des Klimawandels für die Flächennutzung zu erarbeiten. Der FNP soll dazu einen gesonderten Fachbeitrag Klimaschutz enthalten, in dem die klimatischen Auswirkungen der flächenhaften Stadtentwicklung untersucht und beschrieben werden. Dabei geht es nicht nur um Untersuchungen, die die Vulnerabilität der Stadtstrukturen wiedergeben, sondern auch um Umsetzungsstrategien die die Ziele des Klimaplans in der zukünftigen Stadtentwicklung absichern. Zur Diskussion gestellt wird z.B. die Reduzierung des Flächenverbrauchs für (neue) Baugebiete, um die Innen- gegenüber der Außenentwicklung zu stärken, und ein Baulandmanagement, welches die Klimaschutzziele im KlimaPlanStadtentwicklung und die Entwicklungsziele des Leitbildes 2020 sichert. Eine weitere Strategie zur Flächennutzung, die im KlimaPlanStadtentwicklung enthalten sein soll, ist eine Strategie für ein Nutzungszyklenmanagement für Wohngebiete und Stadtquartiere, in denen ein Generationenwechsel ansteht. Über das Nutzungszyklenmanagement soll der jeweilige Stadtteil aufgewertet werden und der Wohnungsbestand z.B. gemeinsam mit den Wohnungsunternehmen modernisiert werden.
 
Im KlimaPlanStadtentwicklung sollen Strategien zum Mobilitätsmanagement enthalten sein. Die Reduzierung des motorisierten Individualverkehrs und eine Stärkung des ÖPNV sowie des Fahrradfahrens und Fußgängerverkehr soll zur angestrebten CO2-Minderung beitragen. Dazu wird das Instrument eines Verkehrsentwicklungsplans genutzt, der über das Ziel den verkehrsbedingten Lärm zu mindern und die Luftreinhaltung zu verbessern den Umweltverbund stärken will. Darüber hinaus soll durch das Buskonzept Innenstadt die Wahl des umweltfreundlichen Verkehrsmittels Bus attraktiviert werden.
 
Die Siedlungsplanung der Stadt Göttingen soll sowohl die Ansprüche der zukünftigen Bewohner als auch die des Klimaschutzes berücksichtigen. Neue Baugebiete befinden sich in Göttingen am innenstadtnahen Windausweg, am Lütjen Feldsweg im Stadtteil Grone, auf dem ehemaligen Industriegelände Huhtamaki und auf dem ehemaligen Gelände der Zietenkaserne in Realisierung. Der KlimaPlanSiedlungsentwicklung sieht vor, dass innerstädtische Bauflächen für die Siedlungsentwicklung durch Flächenmobilisierung und ein auf Klimaschutzziele verpflichtetes Bebauungsplanverfahren in Kombination mit Städtebaulichen Verträgen erschlossen werden sollen. Die Stadt Göttingen möchte dazu kommunale Grundsätze für die Siedlungsplanung für die zukünftige Aufstellung von Bebauungsplänen aufstellen, die für Bauherrn und Investoren eine zuverlässige Entscheidungsgrundlage und für die kommunale Politik einen überschaubaren Handlungsrahmen bieten. Zu den Festsetzungen, die in Zukunft in Bebauungsplänen enthalten sein sollen, gehören bspw. eine verdichtete Bauweise, der Einsatz regenerativer Energien, eine optimierte Gebäudeausrichtung, aktive und passive Solarenergienutzung, kompakte Baukörperformen, Nahwärmekonzepte sowie Dach- und Fassadenbegrünung.
 

Ein weiteres Projekt im Bereich der Siedlungsplanung ist die Erschließung einer Energieplus Siedlung. Hier soll eine verdichtete Passivhausbebauung (≤ 15kwh/m2/a) entstehen, die via Photovoltaikanlagen und regenerativen Energieerzeugungsanlagen einen Energiegewinn erwirtschaftet. Der KlimaPlanSiedlungsentwicklung soll bereits bei der Vorbereitung des Baugebietes eingebunden werden. Beispielsweise soll ein städtebauliches Gutachterverfahren ermitteln, welche Möglichkeiten der CO2-Einsparung sich mit der Energieplus Siedlung verknüpfen lassen. Eine Machbarkeitsstudie soll die Entwicklungsziele definieren und die baulich-räumlichen Charakteristik des Baugebietes strukturieren. Über ein gezieltes Standortmarketing soll das Projekt öffentlich bekannt gemacht werden.

 

Die vierte Strategie, die der KimaPlanStadtentwicklung enthält, ist die Klimafolgenanpassung. Die wichtigen Eckpunkte um eine Anpassung an die Folgen des Klimawandels zu gewährleisten, sind Hochwasserschutzmaßnahmen entlang der Leine und die CO2-Bindung durch die Vegetation im Göttinger Stadtgebiet. Im Rahmen des KlimaPlansStadtentwicklung soll ein Gutachten zum kommunalen Klimafolgenmanagement angestrebt werden, welches auf Forschungsergebnissen der Metropolregion Hannover-Braunschweig-Göttingen basiert. Darüber hinaus werden Hochwasserschutzmaßnahmen wie das Anheben der Uferböschung entlang der Leine bereits realisiert. Für die stärkere CO2-Bindung und einer Reduzierung der Überhitzung von Stadtböden wird der Anteil von Bäumen im Stadtgebiet erhöht. Dieses Ziel wird z.B. erreicht durch eine neue Bewirtschaftungsform des Göttinger Stadtwalds.



Einbeziehung der Öffentlichkeit

Der KlimaPlanStadtentwicklung präsentiert sich im Wettbewerbsbeitrag in Form einer Zeitung. Sie dokumentiert, welche Klimaschutzstrategien zur Stadtentwicklung die Stadt Göttingen bereits umgesetzt hat und bis ins Jahr 2020 umsetzen möchte. Die Zeitung stellt exemplarisch das Medium dar, mit dem auch die weitere Öffentlichkeitsarbeit erfolgen könnte. Bei der Erarbeitung des Klimaplans und mit einer exemplarisch beispielhaften Vorgehensweise beim Aufbau einer innerstädtischen Energieplus Siedlung im Stadtgebiet werden die Elemente der Partizipation der Öffentlichkeit entwickelt. Mit dieser Form der Beteiligung der Öffentlichkeit, die von der Aufklärung über Klimaschutzmaßnahmen, über die Beteiligung an der Aufstellung des KlimaPlans bis in die Beteiligung zukünftiger Eigentümer an der Konzeption der Energieplus Siedlung hineinreicht, werden beispielhafte Wege der Einbeziehung der Öffentlichkeit aufgezeigt.

 

 
Kontakt zum KlimaPlanStadtentwicklung – Göttingen
Dezernat Planen, Bauen und Umwelt

Thomas Dienberg
Hans-Dieter Ohlow

Hiroshimaplatz 1-4
37083 Göttingen
Tel: 0551 - 400 2530
 

Durch einen Klick auf die Abbildungen erhalten Sie einen größeren Bildausschnitt.
 
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