Klimaschutz beginnt beim Bauen

Der Gebäudesektor verursacht in Deutschland rund 30 Prozent der CO₂-Emissionen. In der Siedlungsentwicklung liegt daher ein enormes Potenzial für den Klimaschutz.

Jedes neue Baugebiet beeinflusst die Klimabilanz einer Gemeinde für Jahrzehnte. Die Entscheidungen von heute bestimmen den Energieverbrauch von morgen. Deshalb muss Klimaschutz von Anfang an in die Planung einfließen.

NIKIS Niedersachsen setzt dabei auf drei Säulen. Erstens die Reduktion des Energieverbrauchs durch effiziente Gebäude. Zweitens die Nutzung erneuerbarer Energien vor Ort. Drittens die Anpassung an die Folgen des Klimawandels durch kluge Stadtplanung.

Junge Familie mit Kind hockt lächelnd vor einer großen Photovoltaikanlage
Solarenergie schafft Lebensqualität für die ganze Familie

Solarenergie für Familien

Photovoltaik auf dem eigenen Dach senkt die Stromkosten um bis zu 70 Prozent. Für junge Familien ist das eine spürbare finanzielle Entlastung. Gerade in Neubaugebieten lohnt sich die Installation einer Solaranlage besonders. Die Module amortisieren sich oft innerhalb von zehn Jahren.

Mit einem Batteriespeicher lässt sich der Eigenverbrauch weiter steigern. Der tagsüber erzeugte Strom wird gespeichert und abends zum Kochen oder Wäschewaschen genutzt. So leisten Familien einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz in ihrer Gemeinde.

Erneuerbare Energien im Bebauungsplan

Kommunen können im Bebauungsplan die Nutzung erneuerbarer Energien festsetzen. Eine Solarpflicht für Neubauten ist rechtlich zulässig und wird in immer mehr Gemeinden eingeführt. Auch die Ausrichtung der Gebäude lässt sich so optimieren, dass Solaranlagen maximalen Ertrag liefern.

Neben Photovoltaik gewinnen Wärmepumpen und Nahwärmenetze an Bedeutung. Ein Nahwärmenetz versorgt ein ganzes Quartier mit klimafreundlicher Wärme. Die Investitionskosten verteilen sich auf viele Schultern.

Energieeffizientes Bauen

Der Energiestandard neuer Gebäude hat sich in den letzten Jahren deutlich verbessert. Das Gebäudeenergiegesetz setzt Mindestanforderungen an Dämmung und Haustechnik. Viele Bauherren gehen freiwillig über diese Standards hinaus.

Das Passivhaus-Konzept zeigt eindrucksvoll was möglich ist. Ein solches Haus benötigt weniger als 15 Kilowattstunden pro Quadratmeter im Jahr zum Heizen. Das entspricht etwa einem Zehntel des Verbrauchs älterer Bestandsgebäude.

Wussten Sie schon?

In Niedersachsen könnten durch konsequente energetische Sanierung des Gebäudebestands jährlich rund 8 Millionen Tonnen CO₂ eingespart werden. Das entspricht den Emissionen aller PKW im Bundesland.

Klimaanpassung in der Planung

Klimaschutz und Klimaanpassung gehören zusammen. Starkregenereignisse nehmen zu und Hitzewellen belasten besonders verdichtete Siedlungsbereiche. Eine vorausschauende Planung berücksichtigt beides.

Gründächer und Fassadenbegrünung verbessern das Stadtklima messbar. Sie speichern Regenwasser und kühlen die Umgebung durch Verdunstung. In neuen Bebauungsplänen werden diese Maßnahmen zunehmend als Festsetzung aufgenommen.

NIKIS begleitet Gemeinden bei der Entwicklung integrierter Klimaschutzkonzepte. Von der ersten Analyse bis zur Umsetzung im Bebauungsplan stehen wir beratend zur Seite. Gemeinsam schaffen wir klimaresiliente Siedlungen in Niedersachsen.